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Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
die Windkraft bestimmt in den letzten Tagen die politische Diskussion in Niederdorfelden. Nach der Gemeindevertretersitzung hat der Bürgermeister Widerspruch gegen den Beschluss der Gemeindevertretung, das Bürgerbegehren zuzulassen, eingelegt. Er stützt diesen Widerspruch weiterhin auf das vorliegende Rechtsgutachten des Hessischen Städte- und Gemeindebundes, das nach unserer Auffassung nicht eindeutig ist. Ohne neue rechtliche Erkenntnisse wird die SPD nicht von ihrer Position abweichen und dem Widerspruch nicht stattgeben. Um es noch einmal deutlich zu sagen:
Die SPD Niederdorfelden wird sich weiterhin dafür einsetzen, die Windkraft auf dem Lohfeld zu verwirklichen. Wir nehmen dabei die Fragen und Befürchtungen der Bevölkerung ernst und wollen durch Aufklärung vorhandene Ängste nehmen.
Herzlichst
Ihr Karl Markloff (Fraktionsvorsitzender)
Mit 9 Ja-Stimmen (SPD und BÜNDNIS 90/Die Grünen) gegen 5 Nein-Stimmen (CDU) und einer Enthaltung hat die Gemeindevertretung am 07.02.2008 mehrheitlich einem städtebaulichen Vertrag zur Errichtung von drei Windenergieanlagen (WEA) in Niederdorfelden zugestimmt. Dieser Beschluss berechtigte Bürgermeister Zach zum Abschluss des ihm vorliegenden Entwurfs eines städtebaulichen Vertrages mit dem Investor Windpark Niederdorfelden GmbH&Co.KG zur Erstellung der drei Windenergieanlagen. Entsprechend der SPD-internen Zielsetzung zur Förderung regenerativer Energien sollte die seit nunmehr fünf Jahren in Vorbereitung befindliche Nutzung der Windkraft verwirklicht werden.
Nun hatte sich gegen diesen Beschluss – und nicht etwa gegen die grundsätzliche Aufstellung von Windkraftanlagen – in Niederdorfelden rasch eine Bürgerinitiative gegründet, die mit Hilfe eines Bürgerbegehrens eine Aufhebung des Beschlusses erreichen und der Gemeinde untersagen lassen wollte, diesen Vertrag mit dem Investor abzuschließen. Die SPD hat diese gemeinhin bekannte Unterschriftenaktion trotz ihrer nachlässig gewählten Formulierungen inhaltlich verstanden.
Die ersten partei-internen Beratungen des Umganges mit diesem Bürgerbegehren zeigten eine große Bereitschaft, offen damit umzugehen, wenn eine große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger die legitime demokratische Möglichkeit nutzt, ihrem Willen Ausdruck zu verleihen.
Das Bürgerbegehren - und das sollte allen Bürgerinnen und Bürgern klar sein - dient nicht einer Abstimmung für oder gegen Windkraft. Es bringt jedoch die Sorge der Bürger zum Ausdruck, dass die Gemeinde wegen ungünstiger Vertragsbedingungen finanziellen Schaden erleiden könnte.
Die Niederdorfelder SPD nimmt ihren Wählerauftrag als „Vertreter“ sehr ernst und möchte sich daher nicht über Volkes Stimme hinwegsetzen, wenn die Bürger ihr Recht einfordern. Auch die Stellungnahme des Hessischen Städte- und Gemeindebundes bezeichnet die Rechtslage zur Zulässigkeit des Bürgerbegehrens als offen. Da die SPD im Zweifelsfall für die Bürgerinnen und Bürger entscheidet, werden wir nicht mit formalen Argumenten das Anliegen von so vielen Niederdorfelder Wählerinnen und Wählern vom Tisch wischen und so der Politikverdrossenheit weiter Vorschub leisten.
Aus diesem Grund hat die SPD-Fraktion in der Sitzung der Gemeindevertretung am 28.08.2008 nach redaktioneller Anpassung des Bürgerbegehrens für dessen Zulassung und die Durchführung eines Bürgerentscheides gestimmt. Damit verfolgt die SPD ihren seit Jahren eingeschlagenen Weg der Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger zu dem Thema Errichtung von Windenergieanlagen in der Gemarkung Niederdorfelden.
Nach wie vor sind wir davon überzeugt, dass es der richtige Weg ist, entlang des „Lohfelds“ Windenergieanlagen errichten zu lassen. Die vernünftigen Gründe hierfür sind allen hinlänglich bekannt. Im Zeitalter von explodierenden Energiepreisen und der globalen Erderwärmung geht die Frage, wie wir in Zukunft unsere Energie erzeugen wollen, uns alle an. Die Argumente gegen die Errichtung solcher Windenergieanlagen, wie Schattenwurf oder Lärmbelästigung, sind bekanntlich bereits seit längerem durch die unabhängigen Gutachten entkräftet worden.
Dennoch überwiegt aus SPD-Sicht auch weiterhin das Bestreben, die Bürgerinnen und Bürger am politischen Prozess teilhaben zu lassen, denn Demokratie lebt nun mal von der aktiven Beteiligung möglichst vieler interessierter Einwohnerinnen und Einwohner.
Nun ist es unser besonderes Anliegen, deutlich zu machen, dass die grundsätzliche Parlamentsentscheidung zu Gunsten der Windenergieanlagen bestehen bleibt und lediglich deren Bedingungen -wie z. B. die Vertragsinhalte- zur Diskussion stehen.
Und da es der grüne Bürgermeister mit seiner propagierten Bürgerbeteiligung doch nicht so hält wie versprochen, sondern vielmehr gegen die Zulassung des modifizierten Bürgerbegehrens durch das Gemeindeparlament Widerspruch einlegt hat, kommt der Antrag über die Zulassung des Bürgerbegehrens zur nächsten Gemeindevertretersitzung im Oktober erneut zur Abstimmung.
Für Sie in der Gemeindevertretung - Dirk Bischoff
2006 wurde ich in die Gemeindevertretung gewählt. Dort bin ich Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses und stellvertretender Fraktionsvorsitzender.
Die Finanzthemen interessieren mich auch beruflich. Seit dem Studium der Betriebswirtschaftslehre arbeite ich als Angestellter in einer Investmentbank.
Ich bin 44 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Töchter (9 und 6). 2002 bin ich mit meiner Familie hier nach Niederdorfelden, den Geburtsort meiner Frau, gezogen. In meiner Freizeit jogge ich gerne, fotografiere oder gehe gerne zu Konzerten.
Mein politisches Engagement habe ich vor 28 Jahren in der SPD begonnen. Das heisst, mich unmittelbar mit den Problemen, Sorgen und Wünschen der Mitbürgerinnen und Mitbürger auseinanderzusetzen. Diese Nähe zum Alltag und zu den Mitbürgerinnen und Mitbürgern ist es, die die Kommunalpolitik für mich interessant macht.
Dirk Bischoff Tel. 33 54 5 E-Mail: dirk.bischoff@spd-niederdorfelden.info

Für Sie in der Gemeindevertretung - Ute Schneider
Den meisten in Niederdorfelden bin ich zwar bekannt wie ein „bunter Hund“, ich möchte jedoch die Gelegenheit wahrnehmen, um mich in meiner Funktion als Mitglied der Gemeindevertretung allen Bürgerinnen und Bürgern vorzustellen.
Ich bin seit 2001 Mitglied der SPD-Fraktion in der Gemeindevertretung Niederdorfelden. Dort bin ich Mitglied des Sozial-, Jugend-, Kultur- und Sport-Ausschusses. Ich möchte mich besonders bei sozialen Themen für alle im mittleren Alter einsetzen, weil diese Altersklasse leider oft übersehen wird. Daher liegt hier der Schwerpunkt meines Engagements. Mit meinen 46 Jahren liege ich ohnehin voll in dieser Altersgruppe, so fällt mir die Identifikation besonders leicht.
Ich bin verheiratet, habe zwei erwachsene Kinder und arbeite als Verkäuferin in einer Bäckerei. In meiner Freizeit engagiere ich mich in verschiedenen Vereinen hier im Ort. Dabei liegt mir unter anderem meine Vorstandsarbeit im Partnerschaftsverein sehr am Herzen. Ansonsten höre ich gerne Musik oder schaue der Eintracht beim Gewinnen zu.
Ute Schneider Tel. 39 51 E-Mail: ute.schneider@spd-niederdorfelden.info
Ein neues Gesicht im SPD Ortsvereinsvorstand - Juliane Frey
Ich bin in diesem Jahr in die SPD eingetreten, um mich hier in Niederdorfelden für soziale Familienpolitik einzusetzen.
Ich bin verheiratet und habe drei Kinder (1, 5 und 7). Seit 2006 bin ich auch als Elternbeirätin der Kita „100-Morgen-Wald“ engagiert.
Mit meiner Familie wohne ich seit 2006 in dem Neubaugebiet „Auf dem Hainspiel“. Hauptberuflich leite ich unser kleines „Familienunternehmen“, fachfremd, denn mein Studium habe ich als Diplom Ing. der Chemie abgeschlossen.
In meiner Freizeit tanze ich gerne oder fiebere mit dem Adler auf der Brust den Spielergebnissen der Eintracht entgegen.
Juliane Frey Tel. 80 37 07 E-Mail: juliane.frey@spd-niederdorfelden.info
Wie bereits in unserer letzten Ausgabe bekannt gegeben, wollen wir für „herausragende Verdienste“ um unseren Ort in jedem „Dorfelder Echo“ die ROTE ZITRONE verleihen.
Selbstverständlich hat jeder Dorfelder eine Chance, diese großartige Auszeichnung zu erhalten, die wir für grosse Wohltaten, sportliche Erfolge, spektakuläre Presseauftritte oder andere Höchstleistungen vergeben.
Obwohl der Titelverteidiger unserer letzten Ausgabe nichts unversucht lässt, auch diesmal unsere begehrte Auszeichnung zu erhalten, verleihen wir diesen Monat die ROTE ZITRONE an die unbekannten Autofahrer, die es fertig gebracht haben, vor dem Kindergarten „100-Morgen-Wald“ einen frisch einbetonierten Sandsteinpoller nicht nur einmal umzufahren. Nein, vielmehr wurde das arme Ding umgefahren, wieder aufgerichtet, erneut umgefahren, dabei beschädigt, schief wieder aufgerichtet, wieder umgefahren, dabei zerbrochen, zur Hälfte wieder aufgerichtet und dann endgültig zu Brei gefahren. Herzlichen Glückwunsch!
Hätte allerdings die Gemeinde an dem exponierten Standort des unscheinbaren Sandsteinpollers auch lieber einen der quietschbunten Metallpoller aufstellen lassen, die offensichtlich als Restposten bei der letzten „Documenta“ anfielen, hätten nun einige Autofahrer eine Beule weniger im Auto und die Gemeinde eine Baustelle weniger.
Verkehrsüberwachung in Niederderdorfelden
Vielleicht haben Sie es noch nicht bemerkt, aber in Niederdorfelden und Umgebung führt seit kurzer Zeit ein privater Ordnungsdienst Maßnahmen zur Verkehrsüberwachung durch. Dies schließt sowohl Geschwindigkeitsmessungen, Überprüfungen des fließenden Verkehrs als auch Kontrollen des ruhenden Verkehrs ein. Da sich Niederdorfelden keinen eigenen Verkehrspolizisten leisten kann, hat die Gemeinde einen Ordnungsdienst beauftragt, an zwei bis drei Tagen in der Woche im Gemeindegebiet Kontrollen durchzuführen. Finanziell kann die Gemeinde aus den Kontrollen keinen großen Nutzen ziehen, da die Ordnungswidrigkeitsgebühren zwischen der Gemeinde und dem Ordnungsdienst aufgeteilt werden. Die Bußgelder gehen ohnehin an das Regierungspräsidium.
Die SPD-Niederdorfelden war sich der geringen Popularität dieser Maßnahmen bewusst, als sie der Beauftragung des Ordnungsdienstes zustimmte. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es mangels Kontrollen zu teilweise gravierenden Verstößen gegen die Verkehrsvorschriften kommt. In vielen Strassenbereichen führen Geschwindigkeitsübertretungen und „Wildes“ Parken zu einer Gefährdung des öffentlichen Verkehrs.
Eine erste Geschwindigkeitskontrolle an der Bischofsheimer Strasse hat gezeigt, dass über 30% (!) der kontrollierten Fahrzeuge zu schnell fuhren. Verstöße gegen die Verkehrsregeln werden sich durch Kontrollen nicht ganz vermeiden lassen, aber es besteht die Hoffnung, dass mehr Sicherheit, weniger Verkehrslärm und eine höhere Disziplin beim Abstellen von Kraftfahrzeugen erreicht wird. Jeder Autofahrer sollte einmal bewusst darauf achten, ob er die Geschwindigkeit von 30 km/h einhält, wenn er die Bischofsheimer Strasse ortsauswärts befährt - und dabei die Abgase der Beschleunigung direkt auf die Terrasse der Anwohner bläst.

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Dirk Bischoff
Vorsitzender
Berliner Straße 29 61138 Niederdorfelden
E-Mail: dirk.bischoff@spd-niederdorfelden.info Telefon: 06101 - 33545
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